Aus heiterem Himmel. Wird Weihnachten

Wie „aus heiterem Himmel“ war da dieses adventliches Gefühl. Nicht dass die Teilnehmerin unseres Advent-Retreats über die Fragen in der angeleiteten Meditation nachgedacht hätte: Ein inneres Bild ist aufgetaucht, eine adventliche Stimmung in ihrem Herzen eingekehrt.

Der heitere Himmel über dem Oberen Bayerischen Wald.

Schlechtwetterfront

Aus heiterem Himmel sagt man gern, wenn einem etwas Überraschendes widerfährt. Meist eher etwas Unangenehmes. Wie in den Bergen eine Wolke am heiteren Himmel auftauchen und sich in kürzester Zeit ein heftiges Gewitter entwickeln kann. Insofern wäre das, was sich im Januar letzten Jahres wie eine dunkle Wolke auszubreiten begann und zum Ende dieses Jahres noch lange nicht „vorbei“ scheint, wie aus heiterem Himmel über die Menschen gekommen. Hier scheint sich eine anhaltende Schlechtwetterfront entwickelt zu haben. Viele erleben es wie einen Alptraum und hoffen und bangen, dass es endlich vorbei ist und das normale, also frühere Leben wieder zurückkommt. Der heitere Himmel eben.

Selbst dunkle Wolken fechten den Vollmond nicht an. Mystisch malt er sein Bild mit diesem 1000jährigen Schloss.

Unverhofftes Glück

Doch auch Schönes kann aus heiterem Himmel kommen. Selbst mitten im Gewitter in den Bergen erleben Menschen manchmal Beglückendes. Sie finden einen Unterschlupf. Treffen auf andere Wanderer, die vom Unwetter überrascht wurden. Packen vielleicht eine Brotzeit aus und legen zusammen. Und auch unsere Teilnehmerin hatte ein angenehmes Erlebnis, als sie „wie aus heiterem Himmel“ plötzlich in eine adventliche Stimmung gelangte. Wie in ihrer Kindheit habe sie sich wiedergefunden. Mit all den schönen Erinnerungen an diese vorweihnachtliche Zeit.

Unser persönliches Weihnachtswunder

Wie ein Weihnachtswunder erleben wir gerade selbst, was uns persönlich widerfährt. Vor gerade einmal vier Monaten sind wir zum ersten Mal auf diesem Gut. Auf unserer (Herbergs-) Suche nach einem Ort, wo wir heiraten wollen, standen wir immer wieder vor verschlossenen Türen.

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“ Ein Lieblingslied im Advent wie eine Aufforderung des Lebens.

Nicht mal vier Wochen (!) vor unserem Hochzeitstermin dann eine Eingebung. Zwei Telefonate. Ein Besuch. Ja, hier ist es. Auf dem zauberhaften Gut wurde uns der (Ross-) Stall zugewiesen und – aus dem alten Buch – der Garten Eden samt Apfelbaum. Nur dass diese Geschichte gut ausgegangen ist. Wir sind nicht vertrieben worden. Im Gegenteil. Nach der Hochzeit im Apfelgarten feiern wir nun Weihnachten in der Jurte. 40m entfernt vom Apfelbaum. Jetzt sind wir hierhergekommen, um zu bleiben. Für eine Woche. Dann für ein Jahr. Und vielleicht für so etwas wie „immer“. Irgendwie haben wir uns gesucht und gefunden.

Im Modus des Ankommens leben

Das Leben birgt Überraschungen. Wir wissen nicht, was „noch alles“ kommt. In einer Haltung der Achtsamkeit üben wir nichts anderes als Advent. Ein Ankommen. Im jeweiligen Augenblick. Am jeweiligen Ort. Immer neu. Voll Erwartung. Wir nehmen wahr, was ist. Während es geschieht. Und staunen bisweilen. Über das, was auftaucht, was geschieht. Manchmal ist da Angst. Manchmal viel Angst. Bis zur Panik. Manchmal Ärger. Wut. Oder Mut. Hoffentlich taucht auch Freude auf. Immer wieder. Für Momente. Wenn wir das enge, manchmal verschlossene Herz öffnen, es weit machen, finden wir auch Schönes. Im Auge des Taifuns erfahren und schenken wir Freundlichkeit. Verbinden unsere Herzen. Es überfällt uns das ganz große Glück. Träume werden wahr. Eine Verheißung schickt sich an, erfüllt zu werden. Und all das: Aus heiterem Himmel.

Hinter der Jurte geht die Sonne auf.

Rettung lauert überall

Das Leben sucht sich immer einen Weg. Wie das Wasser. Auch selbst bleiben wir nur dann lebendig, wenn wir im Fluss bleiben. Nicht vor Sorge und Angst erstarren. Und auch nicht in einen unsinnigen Kampf gehen. Vor Ärger in die Irre gehen. Staunen, sich wundern, spüren, wenn Widerstand auftaucht. Da sein lassen, gut sein lassen, anschauen. Und weitergehen. Manchmal wird plötzlich alles Gut. Rettung lauert überall. Manchmal im Stall. Oder in der Jurte.

So stand der Vollmond am 19. Dezember über unserer Jurte. Wie der Stern über Betlehem.

Unsere Dienstagsabendmeditationen gehen auch über Weihnachten und Neujahr weiter. Immer von 19 Uhr bis 20 Uhr gehen wir aktuell online von dem in diesem Beitrag beschriebenen zauberhaften Ort. Verbindung im Herzen finden. Mit sich selbst und mit anderen. Licht und Wärme tanken in schwieriger Zeit. Dieses und weitere Angebote auf http://www.cordat.org. Die Abendmeditationen sind buchbar direkt über http://www.cordat-shop.de!

2 Kommentare zu „Aus heiterem Himmel. Wird Weihnachten

  1. wunderschöne bilder und viel nachdenkliches, geheimnisvolles … freu mich für dich und euch, für das wundersame finden nach einer langen suche und viel geduld und einsatz!

    hoffentlich darf ich euch bald mal dort besuchen.

    U

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s