In tierischer Umgebung (2). Das Krafttier vom Fußballplatz

Kicken muss sein, wenn ich mit meinem Sohn Samuel am Wochenende unterwegs bin. Auch bei Regen und bei sengender Hitze. Bei jedem Wetter. Wo kämen wir auch hin: die Profis werden auch nicht gefragt, ob das Wetter passt. In Zeiten wie diesen war freilich bisweilen sogar das Fußballspielen verboten oder sind die Plätze regelrecht abgeriegelt. Ohne Schlüssel oder die Überwindung 3m hoher Zäune kommt man nicht auf den Platz. Selbst die Tore stehen manchmal ganz nackt ohne Netz da oder sie sind mit irgendwelchen Ketten verkeilt, verriegelt. Da waren wir in der ersten Jahreshälfte froh, den ein oder anderen Platz zu wissen, wo es solche Hürden nicht gibt.

Fußballplatz am Naturschutzgebiet: Kicken in tierischer Umgebung

Fußballspielen mit Papagei

Im beschaulichen Untertraubenbach gibt es so einen Fußballplatz. Sogar zwei davon. Einer ausgestattet mit einer Torwand – eine große Seltenheit, wo es doch viel Spaß macht, das „drei unten, drei oben“ aus dem Aktuellen Sportstudio zu üben oder einfach aus allen möglichen Lagen und Entfernungen das Kunststück fertig zu bringen, den Ball so exakt hineinzuzirkeln. Auf dem anderen, dem alten Fußballplatz am Ort, ist man auf Du und Du mit dem Naturschutzgebiet. Die Möwen und Flugenten sind hier (außer im Winter) immer anzutreffen. Der Storch hat sein Nest direkt auf dem Turm, der 50m entfernten Kirche. Und die Grau- und Silberreiher gehen in den Auen um den Regen ein und aus. Anfang des Sommers kam es zu einer tierischen Begegnung der anderen Art…

Ich glaub, der hat nen Vogel!

Premiere: Einen Papagei auf den Schultern hatte ich aucht noch nicht…

Wir kommen hin und stellen unseren VW-Bus ab. Ich seh schon, da hat jemand einen großen Vogel auf dem Arm. Ich denk mir noch, ein Falkner oder so was. Doch beim genaueren Hinsehen: Es ist ein Papagei. Und im Kofferraum des „Besitzers“ sitzt noch ein zweiter. Ich denk mir nicht viel, frag nur, ob es ok ist, wenn wir hier die kleine Tore aufstellen und ein wenig kicken. „Klar“, meint er und ich kümmer mich um die Tore. Derweil schaut Samuel interessiert nach den Vögeln. Und möchte es genauer wissen: Wie er denn die Vögel hält? Der Besitzer erzählt ihm was von einer Voliere (ein Wort, das Samuel noch nie gehört hat) und dass er jeden Tag „mit den Vögeln rausgeht“. Na ja, immerhin. Ich denk mir: Vielleicht fühlen sich manche Hunde auch nicht viel freier als diese Vögel. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher: Die Flügel der Papageien sind wohl gestutzt, denn wie würde er sie jemals wieder „einfangen“ können, wenn die sich auf den Weg machen…

Stell dir vor, ein Papagei klopft dir auf die Schulter

Doch ich werde schnell eines anderen belehrt: Kaum stehen die Tore, fliegt mich der Papagei von hinten an – offenbar mit der Absicht, auf mir zu landen. Ich bin darauf nun überhaupt nicht vorbereitet, erschrecke, was wiederum den Vogel irritiert. Der nimmt schließlich auf dem Tor neben mir Platz. Ich schau ihn an und er mich. Mir gefällt der Kerl. Ich zieh das Handy raus – und schon sitzt er mir auf der Schulter. Cool… Wann sitzt einem schon mal ein Papagei auf der Schulter? Und was möchte er mir sagen?

Er will nur spielen

Vermutlich bin ich ihm doch zu unruhig und er wählt einen Platz auf einem höheren Masten. Nicht ohne es dazwischen bei Samuel mit einem Sitzplatz versucht zu haben. Dem ist der doch unerwartet große Vogel nicht ganz geheuer und er nimmt eher Reißaus. Der Besitzer meint: „Der will dabei sein!“ Ach so, der will am liebsten mitkicken, oder? „Ja, der Kerl ist neugierig und in Spiellaune!“

Als der Besitzer der Vögel dann doch langsam die Heimreise antreten möchte, muss er den Kerl mit Engelszungen bequatschen, dass er herunterkommt und sich wieder mitnehmen lässt. Faszinierend, dass es ihm überhaupt „folgt“. Doch die Tiere sind den Besitzer von klein auf gewohnt. Haustierhaltung eben. Statt Hund oder Katze eben Papageien.

Wiedersehen macht Freude

Kaum sind wir aus dem Auto gestiegen, steuert unser Freund sofort wieder mich an.

Am vergangenen Wochenende haben wir den putzigen Kerl wieder getroffen. Wieder auf diesem Fußballplatz. Schon als wir hinfahren, erkennen wir das Auto und den menschlichen Kerl und den tierischen. Wir steigen aus und sofort fliegt mich der tierische Kerl an und landet auf meiner Schulter. Kaut mir das Ohr ab. „Du musst den Arm ausstrecken, dann setzt er sich auf den Arm!“ Gesagt getan: Jetzt kaut er mir ordentlich die Fingerknöchel ab… Bald darauf beendet das menschlich-tierische Team seinen Ausflug. Ich darf nochmal hinspüren, was mir diese (Wieder-) Begegnung sagen möchte. 

Was „bedeutet“ der Papagei?

Natürlich hab ich schon beim ersten Mal recherchiert: Was bedeutet eine solch hautnahe Begegnung mit einem Papagei – wenn „Zufälle“ eben Begebenheiten sind, die einem nicht umsonst bzw. ohne Sinn zu-fallen. Wofür steht diese Begegnung? Was ist die Botschaft des Papageis? „Neue Ideen, die zu neuem Wachstum oder einer neuen Richtung führen können, stehen für Sie unmittelbar bevor. Das Krafttier Papagei [bedeutet], dass man auf die Zeichen und Vorzeichen um einen herum achten muss. Im Moment ist alles möglich.“* Diese Bestärkung nehme ich gerne mit: „Im Moment ist alles möglich.“

Kommunikation und Kreativität

„Das Krafttier Papagei fliegt in Dein Leben und nun ist die Zeit der Kommunikation gekommen“* lese ich bei Andreas Roth. „Das Krafttier Papagei steht zudem für Kreativität“, heißt es weiter. Und: „Auch wenn Papageien bekannt dafür sind, dass sie gerne nachplappern, was sie gerade hören, möchte Dich das Krafttier Papagei darauf aufmerksam machen, eben nicht genau das nachzureden, was andere Menschen sagen, selbst wenn die Mehrheit der Menschen etwas als Richtig oder Falsch definiert, muss das noch lange nicht der Wahrheit entsprechen. Die Geschichte bietet dafür ausreichend Beweise. Nutze Deinen eigenen Kopf und fange an, Dir selber zu vertrauen.“**

Vertrauen – in die eigene Existenz und den großen Lebenssinn

„Wenn du den Arm ausstreckst, setzt er sich da drauf!“ Und kaut dir immerhin nicht mehr das Ohr, wohl aber die Hand ab (-;

Bestärkend zu lesen ist auch das Folgende: „Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stellt eine wichtige Basis für Lebensqualität dar. Das Krafttier Papagei möchte Dir heute gerne mitteilen, wie wichtig es ist, seinen eigenen Gedanken und seinem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen. Dabei geht es nicht darum, nicht selbstkritisch zu sein, sicher können und sollen eigene Ansichten immer wieder auch mal überdacht werden. Doch das Vertrauen in die eigenen Gedanken gleicht einem wichtigen inneren Kompass, welcher einem klar aufzeigt, wo die Reise hingeht oder welche Weichen für den nächsten Weg gestellt werden müssen. Sicher kann es auch vorkommen, dass wir aufgehört haben, unseren eigenen Instinkten zu folgen, weil wir uns hier und da vielleicht auch mal geirrt hatten. […] Grundsätzlich ist das Vertrauen in die gesamte Existenz und dem großen Lebenssinn wichtig und schenkt Dir ein gutes Gefühl.“

Heilfarbe Gelb

Auch die Farbe des Papageis spielt eine Rolle. „Farbe“, lese ich, „lässt sich zu Heilzwecken nutzen.“ Und: „Sie wissen auch genau, wann sie sprechen und wann sie schweigen müssen. Deshalb nehmen sie selten am Klatsch teil.“*** Tatsächlich hatte ich an diesem Tag seit langem einmal wieder ein gelbes T-Shirt an. Und just am Tag zuvor 2 neue gelbe T-Shirts gekauft. Lange habe ich dunkelblaue und graue T-Shirts getragen. Und weiße. Von der weißen Farbe weiß ich mittlerweile, dass sie für Begrenzung/Abgrenzung steht. Der (blau-) gelbe Papagei hat mich nun bestärkt, knalligere Kleidung zu tragen. Für Farbe, für Kreativität Räume zu öffnen. Und auch das mit der Kommunikation ist tatsächlich ein Thema: Ja, ich möchte reden, wenn ich es für angebracht halte (und nicht mehr schweigen). Und auch schweigen, wenn mir das stimmig erscheint (und nicht mehr auch irgendetwas reden – um einfach nur mitzureden).

* Quelle: https://www.google.com/searchq=krafttier+papagei&oq=krafttier+papa&aqs=chrome.0.0j69i57j0l2j0i22i30l2.8820j1j7&sourceid=chrome&ie=UTF-8

**Quelle: https://www.andreas-roth.de/krafttiere/krafttier-papagei-bedeutung-eigenschaften/

*** Quelle: https://schamane-des-windes.com/krafttier-papagei/

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