Inspiration. Was geht ab zu Pfingsten?

Wir kommen am Abend zusammen. Meine Partnerin von einem gefüllten und erfüllten Tag Yogalehrer*innen-Ausbildung. Und Eva, die Ausbilderin selbst, die eine langjährige Freundin von uns ist. Bei ihr in der Wohnung kommen wir zusammen. Ich bin mit dabei und hatte das Geschenk, den Tag über schon in Evas wundervollen Wohnung mit offenem Dachstuhl und den Blick auf die nahe Bergwelt verbringen zu dürfen.

Pfingsten 2021

Es ist Pfingstsamstagabend. Das Abendessen war schon vorbereitet und wird in den Ofen geschoben. Dann sammeln wir uns noch für eine Stunde zu Shaman Dureks „Healing Temple“ (live-online). Ich hab schon einiges von ihm gehört, erlebe ihn jetzt aber zum ersten Mal. Die Kernbotschaft seiner Session:

„The house doesn’t fall, when the bones are good.“ (aus dem Lied „The Bones“ von Maren Morris)

„The bones“, die Knochen, represent the foundation, stehen also für das Fundament. Wenn das Fundament gut ist, ist es egal, ob ein Sturm kommt, ein Hurricane. Und diese Sachen passieren. „When there’s no crack in the foundation“, wenn kein Riss im Fundament ist, „the rest don’t matter“, ist der Rest egal.

Shaman Durek ist ein echter Typ, ein „Vogel“, ein „Verrückter“. A black man mit Eddy-Murphy-Attitude. Und sollte nicht eh schon genug Energie aus dem Yoga-Tag in unserer Runde gewesen sein: Jetzt ist sie da.

Der göttliche Geist ist spektakulär und ver-rückt uns

Draußen vor dem Dachfenster geht Pfingsten 2021 ab.

Dann essen wir zusammen und packen unsere neuesten Ideen und Visionen aus. Es geht um Urlaub. Um Arbeiten. Und vor allem um Sein. Um eine griechische Insel. Wir sind da in den letzten Tagen in eine unglaubliche Dynamik gekommen. Einen Drive. Einen Esprit. Dieser gepaart mit den Spirits von Shaman Durek bringt uns in einen regelrechten Energie-Fluss. Einen Strom. Draußen geht gerade die Sonne unter und gleichzeitig regnet es. Es entwickelt sich ein spektakulärer Regenbogen, ein doppelter, ein dreifacher. Der mitten vor dem riesigen Dachfenster steht. Dahinter die Alpen in einem mystischen Blau-Grau. Meine Handy-Kamera kann das nicht annähernd einfangen oder abbilden. Der Geist ist da. Bisweilen auf spektakuläre und ver-rückte Weise.

Wir erheben unsere Gläser, die Eva mit dem Rest aus der gestern geöffneten Sektflasche gefüllt hat. Wir stoßen an. Auf das Leben. Auf unsere Ideen und Visionen. Und wir tanzen singend durch die Wohnung. Was für eine Szenerie: die Ideen und Visionen im Kopf, das Vibrieren, die Bewegung im Körper und all die damit verbundenen Emotionen, der dreifache Regenbogen, die mystische Bergwelt.

communify: zusammen sich vereinen

„communify“ fällt mir wieder ein, eine Wortschöpfung, die aus einem Verhörer entstanden ist. Dieses Verb gibt es nicht wirklich im Englischen. Es ist eine Zusammensetzung von community ‚Gemeinschaft‘ und unify ‚vereinen‘ bzw. ‚sich vereinigen‘. Menschen kommen zusammen. Und vereinigen sich. Zu einer gemeinsamen Idee oder Vision hin. So wie draußen der Regenbogen wie eine (dreifache) Flamme in der Landschaft stand, so standen uns die Flammen auf der Stirn bzw. über den Köpfen. Das ist Pfingsten. Auch 2021. Sich sammeln und das Leben weiterentwickeln. Evolution.

In-spira-tion: aus der Enge in die Weite

Ein dreifacher Regenbogen. Mehr göttliche Präsenz in der Natur geht kaum.

Wir trotzen den Stürmen, die auch unsere Leben immer wieder getroffen haben und immer wieder treffen. Das gilt nicht zuletzt auch für den erwähnten Shaman Durek und sein Leben. Der an diesem Abend auch sagt: Inspiration beziehen wir vor allem aus dem Leid, das wir erfahren haben. Aus der Enge, der Angst. Ob ein Martin Luther King, ein Mahatma Gandhi oder ein Nelson Mandela: Sie alle haben aus der Erfahrung der Dunkelheit Inspiration zur Entwicklung des Lichts gewonnen, sind aus der Erfahrung von großem Leid zu Botschaftern der Liebe geworden.

„When the bones are good, the rest don’t matter.“ Wenn das Fundament gut ist, braucht uns der Rest nicht zu kümmern. Immer wieder neu sich sammeln. Mit wunderbaren Menschen die Energien zusammenlegen. Und immer wieder aufbrechen aus den Wohnungen – dem Ge-wohnten. Das ist Pfingsten: den Geist in uns aufwecken, den Spirit, die Energie, die Power. Und sich zusammentun. Ideen umsetzen und die Liebe entwickeln.

Den Geist (in uns) aufwecken

Eine Freundin hat heute, am Pfingstsonntag folgende Zeilen geschrieben. Diesen möchte ich mich anschließen und brauche ihnen nichts mehr hinzufügen:

Möge der Geist der göttlichen Essenz in allen Menschen verstärkt werden. Mögen die Menschen zu einer innigeren Verbindung zu sich selbst, zu Mutter Natur und zu dem göttlichen Prinzip gelangen. Mögen die Menschen mit der gleichen Ausrichtung im Herzen zusammengeführt werden – mögen die richtigen Orte für ihre Projekte zu ihnen finden!

Petra Loders

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