Wie wir dem Herzen folgen: #hingabe

Dem Herzen folgen ist für uns ganz besonders eines: Hingabe. Hingabe an das Leben, Hingabe an die Menschen, Dinge, Projekte, Orte, Länder usw. die uns rufen. Hingabe ist deshalb das Thema dieses Beitrags in unserer 13teiligen Serie „Wie wir dem Herzen folgen“.

Sich der Liebe hingeben ist ein radikaler Akt

Der Kreuzweg Jesu war ein radikaler Akt der Liebe zu seiner Mission und Vision.

Hingabe kann ein radikaler Akt sein. Das haben wir gleich im ersten Beitrag dieser Reihe angedeutet. „So wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich“, heißt es bei Khalil Gibran. Heute ist Karfreitag. Tatsächlich gab auch dieser Jesus sich ganz seinem Weg hin. Verleugnete sich, seine Mission und Vision, nicht. Wenn wir der Liebe unseres Lebens folgen – sei es der Liebe zu einem Menschen, zu einem Projekt, einer Herzensangelegenheit – können wir nicht falsch gehen. Das heißt nicht, dass der Weg deshalb immer leicht ist und von allen anerkannt wird. Eine solche Entscheidung kann zu Irritationen bis hin zu Verletzungen, zu Enttäuschungen und auch zu etwas führen, was viele Scheitern nennen. Aber der Weg des Herzens ist dein Weg. Und nichts anderes zählt. Zu nichts anderem bist du gerufen.

Die Hingabe in Projekte

Natürlich haben wir beide uns vor allem unserer Liebe zu einander hingegeben. Doch von Anfang an haben wir in dieser Liebe noch einen anderen Ruf vernommen. Die Art und Weise, wie wir Menschen mit unserer Begeisterung und Liebe im Rahmen unserer beruflichen Projekte angesteckt hatten, ließ uns ahnen: Da wartet noch Größeres!

In den ersten Jahren haben wir aus der Jugendbildungsarbeit geschöpft. 2016 waren wir als Referent*in bei einer Tagung in Eichstätt.

Die Arbeit an den Jugendkirchenprojekten führte uns von Regensburg 2014 noch in unserem „früheren Leben“ aus über einen Beitrag auf einem internationalen Symposium in Berlin zu einem weiteren Engagement auf dem Katholikentag in Leipzig 2016 in unserem „neuen Leben“.

Hingabe in die Begleitung von Menschen

Wir streiften schließlich den alten beruflichen Kontext ab und entwickelten über unsere Achtsamkeitspraxis und dem, was wir Herzensbildung nennen, eine noch viel tiefere Form, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. In ihnen die Liebe zu sich selbst zur Entfaltung bringen. Sie für ihre eigenen Herzensprojekte begeistern. In ihnen das Vertrauen wecken und die Courage, das mutige Feuer zu entfachen, das schlummernde Potenzial im Herzen in die Welt zu bringen. In unseren Ausbildungen zum/zur Achtsamkeitstrainer*in, MBSR-Lehrer*in, Yoga-Lehrerin und Life-Coaches haben wir dazu viele wertvolle Tools bekommen und später selbst welche entwickelt.

Den unglaublichen Charme der Landschaft Umbriens entdeckt man am besten zu Fuß.

Hingabe an die Welt

Wir lieben die Menschen. Wir lieben Projekte und Konzepte. Und wir lieben diese Erde. Mit ihren unzähligen wundervollen Flecken, Ländern, Kulturen, Sprachen. Wir lieben es, zu reisen. Mit unserem Cordy, der zwar kein Camper ist, uns aber Schlafplatz für zwei bietet und Stauraum für Reiseausstattung. Wir lieben es, zu Fuß unterwegs zu sein. Wir lieben auch das Zugfahren. Wir lieben Italien; zum Pilgern; das Meer, die Toskana, Umbrien, das Trentino; die pittoresken Dörfer und die mondänen Städte; Roma immer wieder Roma; das Lebensgefühl, Espresso, Vino, Antipasti, Pasta und Dolci.  Wir haben ein Fable für Skandinavien. Wir haben es geliebt, einmal zusammen nach Vancouver/Kanada zu Nickis Schwester zu fliegen. Eine unglaubliche Stadt, umgeben von einer fantastischen Landschaft am Pazifik. Wir lieben die englische Sprache und das Italienische. Und geben uns ihnen hin, so gut wir können.

Nicki liegt in einem der mächtigen Bäume im Hinterland von Vancouver.

Hingabe an Orte und Räume

Auch den Orten, die wir bereisen und die wir bewohnen, geben wir uns hin. Wir fühlen uns in Italien wie zuhause. Besonders in Umbrien und in Rom. Doch auch im Trentino und in der Toskana. In unsere Stadtwohnung haben wir über viele Jahre soviel Liebe gesteckt. Und auch unsere Geschäftsräume am Sankt-Geogen-Platz in Regensburg, besonders der Seminarraum und das Café Muße spiegeln unsere ganze Liebe und Leidenschaft wider für schlichte, gemütliche und wärmende Ästhetik. Und genau so bringen wir uns nun auf dem Gut Hötzing ein: mit voller Hingabe und unserer ganzen Liebe.

Stimmige Harmonie: Unsere Materialien im grandiosen Seminarraum Eichenblick auf Gut Hötzing. – Foto: Theresa Stangl.

Hingabe im Alltag

Unsere Hingabe gilt auch dem Alltag. Wir folgen unseren Herzen und unserer Liebe auch im Alltag. Seit mehr als sieben Jahren rollen wir uns beim Einschlafen ineinander und genießen es, nebeneinander aufzuwachen. Wir warten jedes Jahr sehnsüchtig darauf, dass „unsere“ Magnolie in Regensburg blüht. Wir lieben es, wenn die Morgensonne über den Dächern von Regensburg unseren Mußeplatz erleuchtet. Wenn der Espresso in der Bialetti blubbert. Nicki folgt ihrem Herzen und ist voll Hingabe, wenn sie ihre Hände in den Brotteig taucht. Und Christian, wenn er achtsam das Geschirr spült. Wenn wir Material für einen Kurs erstellen oder uns auf das Meditationskissen setzen. Unser Alltag ist Hingabe.

Wir lieben es, morgens auf einem Steg am See zu meditieren.

Hingabe an den Schatten

In diesem Jahr nun schließt sich für uns so etwas wie ein Kreis. Jetzt nämlich sind wir bereit, verloren Gegangenes, in den Schatten gedrängtes theologisches Know-How in Form von ritueller Kompetenz zurück ins Licht zu holen: Menschen an Lebenswenden, in hohen Zeiten und auch in den Tiefen, bei Übergängen des Lebens mit Ritualen wie freien Trauungen, freien Taufen und anderem Mehr zu unterstützen.

Feuer ist von Beginn der Menschheit an ein wesentliches Element von Ritualen jeglicher Art.

Die Ritualbegleitung wird noch einmal Thema in unserem letzten Beitrag dieser Reihe. Zuvor noch werden wir morgen am Karsamstag über Freundschaft und Freunde (#gutegefaehrten) schreiben und zu Ostern über Verwandlung (#metamorphose).

Möchtest auch du dich noch mehr deinen Talenten hingeben? Dem, was dich von innen her ruft in deinem Leben? Möchtest du lernen, die Stimme deines Herzens zu hören? Du ahnst, dass auch in deinem Herzen noch ein Schatz verborgen liegt? Du hast bereits ein Herzensthema, ein Herzensprojekt? Das dich schon lange umtreibt oder erst seit kurzem? Am Samstag, 23. April startet unser Kursformat „Dem Herzen folgen“ – gleichzeitig das Spezial-Modul unserer h.e.a.r.t COACH Ausbildung. Hier bekommst du eine viermonatige Begleitung zweier erfahrener Coaches und einer kleinen Gruppe von Gefährt*innen, um Dich deinem Herzen zu nähern, ihm zu trauen und ihm folgen zu lernen. Der Schritt ist an dir! Melde dich über herz@cordat.org an, schreib uns für deine Fragen oder schau dich für mehr Informationen zu uns um auf www.cordat.org!

Dieses Foto – siehe das Titelbild – verdanken wir einer fotografischen Begegnung mit Georg Schraml. Alle anderen Bilder sind, wenn nicht anders gekennzeichnet, privat.

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