Wie wir dem Herzen folgen: #gutleben

In dieser 13teiligen Reihe bis Ostern geben wir einen Einblick, wie wir in unserem privaten und beruflichen Leben, versuchen unserem Herzen zu folgen. Zuletzt haben wir uns unter #sichgutnähren mit der Frage nach unseren Ressourcen beschäftigt, mit dem, was uns Kraft gibt, uns wirklich nährt. Dazu gehört natürlich auch die Frage, wo wir leben. An welchen Orten wir uns aufhalten, wo und wie wir arbeiten und vor allem: wo und wie wir wohnen. Das berührt die große Frage, wie wir gut leben können?

Gut leben auf engem Raum

Nicki an unserem Lieblingsplatz in der Stadtwohnung. Mit viel Morgensonne und Blick auf den Dom und in die Sonne.

Wir sind gestartet mit nicht einmal 30m². Wohnen und Arbeiten. Teilweise ein Leben zu dritt – an den Wochenenden und in den Ferien, wenn Christians Sohn da war – in einem einzigen Raum. Natürlich ist das ein enges Leben und in dem Drama der ersten Zeit waren ordentliche Konflikte auszuhalten und auszutragen. Aber wir haben diesen Raum geliebt. Haben ihn mit 4 Ecken versehen: Essen, gemütlich sitzen, Büro und Schlafen. Eine winzige Küche und ein kleines Bad waren extra. Wie die Könige haben wir uns gefühlt, als wir dann in eine Zwei-Zimmer-Wohnung gewechselt sind und plötzlich einen eigenen Raum zum Schlafen und einen zum Wohnen/Essen hatten. Türen dazu aufmachen konnten. Und zu. In dieser Wohnung sind wir bis heute und wir lieben sie. Sie ist uns ans Herz gewachsen. Unsere mit viel DIY liebevoll eingerichtete Stadtwohnung.

Wenn sich neue Räume auftun…

Dann kamen die Räume am Sankt-Georgen-Platz für unser Unternehmen cordat herzensbildung dazu. Es ging uns wie beim Schritt vom Ein-Zimmer-Appartement zur Zwei-Zimmer-Wohnung: Wir haben gar nicht gesucht. Natürlich haben wir es uns gewünscht, aber die finanzielle Situation hat es keineswegs hergegeben. Beides kam wie ein Geschenk zu uns. Als Geschenk. Privat hatte unser Vermieter noch eine zweite Wohnung im selben Haus.

Unser Seminarraum. Wundervoll fotografiert von Sebastian Schieder.

Die wurde frei und er hat an uns gedacht und sie uns angeboten. Und bei den Geschäftsräumen: Ein befreundeter Anwalt ist mit seiner Kanzlei umgezogen und hat uns die Räumlichkeiten für cordat angeboten. Wir haben wunderbar großzügige Vermieter im Hintergrund und über die weitere Untervermietung von einzelnen Räumen war dieser Schritt plötzlich möglich. Das Leben kommt von vorn. Und es ist für uns.  

Muße als Glücksprinzip

Mit diesem Schritt haben sich uns völlig neue Möglichkeiten aufgetan: Kurse, Seminare, Trainings in eigenen Räumen zu geben. Ein Büro außerhalb unserer Wohnung. Und da war noch der so genannte Besprechungsraum. Dass dort eine Siebträger-Kaffeemaschine stand, hat uns auf den Plan gebracht: Aus dem „Besprechungsraum“ wird bei uns ein Café. Ein winzig kleines, aber ein schönes Seminar-Café. Café Muße haben wir es getauft. Denn Muße ist für uns ein lebensrelevantes Thema.

Blick in unser Café Muße. Hier lässt es sich wunderbar verweilen, Kolleg*innen treffen und einfach mal nichts tun. – Foto: Sebastian Schieder.

Muße, freie, unverzweckte Zeit, ist eine wesentliche Säule nicht nur für kreative Prozesse und gute Ideen; Muße ist ein Weg zum Glück. Würden wir es in Deutschland nicht so klein halten und über „müßig“ und „Müßiggang“ diskreditiert haben, könnte es die deutsche Antwort auf die Frage nach einem guten Leben sein, das deutsche Pendant zum Hygge in Dänemark, dem Lagom in Schweden oder dem Ikigai in Japan sein.

Das Leben ist ein Geschenk

Immer wieder beschenken wir uns mit kurzen und längeren Muße-Momenten. Es ist uns ein Lebensprinzip geworden. Wir fahren spontan für eine Arbeitseinheit mit unserem VW-Bus ins Grüne oder für einen Tag in eine andere Stadt. Wir fahren auch mal ans Meer, wenn nur drei Tage Zeit sind. Wir können zwei Tage einfach nur am Meer sitzen. Im Strand-Café. Und auf das Wasser schauen, Kaffee trinken und dabei noch wunderbar zusammen Projekte und Konzepte ausarbeiten.

Christian an unserer Ariete. Immer wieder eine Freude, aus ihr einen italienischen Espresso oder Cappuccino herauszuzaubern.

Wir suchen uns auch daheim gerne mal für einen Muße-Moment ein Café oder setzen uns in unser Seminar-Café und genießen dort einen handgemachten Espresso oder Cappuccino. Von Ariete, ein original italienischer Siebträger aus dem Jahr 1970. In Ferrari-Rot lackiert. Auch diese wundervolle Kaffeemaschine wurde uns übrigens geschenkt. Von großzügigen Eltern zum Einstand am Georgenplatz.

Gutsleben

Blick von der 1000jährigen Eiche auf das Gut mit dem ebenfalls tausendjährigen Schloss.

Und dann kam das gute Leben in Form eines Guts direkt auf uns zu. Wir sind letztes Jahr nach langer Suche für unsere kleine Hochzeitsfeier auf einem Gut ganz in der Nähe der Wohnorte unserer Eltern gelandet. Und der Kontakt zu den Gutsbesitzern war so herzlich, dass uns ein paar Wochen später ein Jahr auf Probe dort angeboten wurde. Da sind wir jetzt. Und erleben jeden Tag als Geschenk. Dazu gibt es in diesem Blog schon einige Beiträge. Wir wohnen hier in Teilzeit in einer Jurte. Auch das großes Geschenk und ein spannendes Projekt. Und wir starten hier gerade mit Seminaren für ein gutes Leben auf Gut Hötzing. Das Herz führt uns. Immer weiter. Lässt unsere Träume und Visionen wahr werden.

Mehr über unsere Spur für ein gutes Leben im nächsten Beitrag!

Möchtest auch du dich dem Thema ‚Herzensbildung‘ widmen? Möchtest du lernen, die Stimme deines Herzens zu hören? Am Samstag, 23. April startet unser Kursformat „Dem Herzen folgen“ – gleichzeitig das Spezial-Modul unserer h.e.a.r.t COACH Ausbildung. Hier bekommst du eine viermonatige Begleitung zweier erfahrener Coaches und einer kleinen Gruppe von Gefährt*innen, um Dich deinem Herzen zu nähern, ihm zu trauen und ihm folgen zu lernen. Der Schritt ist an dir! Melde dich über herz@cordat.org an, schreib uns für deine Fragen oder schau dich für mehr Informationen zu uns um auf www.cordat.org!

Dieses wunderschöne Bild – eines unserer Lieblingsbilder aus den letzten sieben Jahren – verdanken wir dem Fotografen Sebastian Schieder. Alle anderen Bilder dieses Beitrags sind, wenn nicht anders gekennzeichnet, privat.

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