Als Kinder der 1970er und 1980er Jahre sind wir damit aufgewachsen. Und es gibt sie heute noch: die viel zu süße und so unpraktisch in eine Alutüte verpackte Orangen-Limonade namens „Capri-Sonne“. Nie habe ich mich gefragt, was es mit dem komischen Namen auf sich hat. Erst in diesen Tagen hat es plötzlich klick gemacht, als im Rahmen eines Urlaubs in Kampanien diese weltberühmte Insel vor uns lag.

In der Pizza-Universität

Nach zwei Tagen und zwei Nächten in Napoli (siehe der letzte Blogbeitrag) sind wir auf die sorrentinische Halbinsel weitergereist und hatten auf einer traumhaft schönen Wanderung zu ihrer Südspitze, der Punta Companella die eindrucksvolle Silhouette Capris ständig vor Augen. Die Insel hat uns von unserem ruhigen Standort Vico Equense – dem Geheimtipp einer Freundin – schier zu sich gerufen. Zuvor aber mussten wir unbedingt noch in die „Università della Pizza“, die sich ebenfalls in Vico befindet und ebenfalls ein Tipp von Michaela war, genauso wie – ums vorwegzunehmen – das anschließend beste Eis auf der Halbinsel bei Gabriela, das der Cena (Abendessen) als Dolce (Nachspeise) diente. In der selbst ernannten Universtität gibt es Pizza am laufenden Meter. Nicht nur eine echte Schau, wie in Wägen die Pizze auf den Holzbrettern serviert werden, sondern erst recht ein Genuss!

Alles Käse. Und was für einer!
In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der Büffel-Mozzarella hier in Kampanien seinen Ursprung hat. Der eigentliche, ursprüngliche Mozzarella also, der die überall in Europa übliche Fjor-di-latte-Version von Mozzarella in den Schatten stellt. Allgegenwärtig in der kampanischen Küche ist auch der leckere „Provolone“, ein aus der Milch von den Kühen der mächtigen Monti Lattari („Milchberge“) gewonnener Käse.
Ein Traum von einem Sundowner
Nun aber nach Sorrent, wo die Touristenströme fließen, um von dort mit der Fähre nach Capri zu gelangen. Angela, die uns in ihrer wundervollen Villa Mimosa Herberge gewährt, empfiehlt uns zum Abend hin eine Wanderung zur Bar von Antonio am Lido del Faro. Nirgends gäbe es eine schönere Weise, den Sonnenuntergang zu genießen als dort mit einem Spritz zu sitzen. Und sie hat nicht zuviel versprochen: „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt…“

Caprese
Zum Frühstück serviert uns Angela am nächsten Morgen auf ihrer Terrazza mit vista mare neben dem in Italien üblichen Cornetto auch frutte fresche und – jetzt macht es ein nächstes Mal Klick im Gehirn – „Caprese“. Mozzarella also mit Tomaten. Erfunden, si claro, in „Capri“, die capresische Form also Mozzarella zu servieren: mit Tomaten, Olivenöl und frischem Basilikum und übrigens ohne Acetto Balsamico, was offenbar eine deutsche Erfindung ist.
Pizza, Pasta und Capri-Sonne al Limone

Kampanien scheint so etwas wie die Wiege der uns bekannten Küche Italiens zu sein. Nicht nur dass in Napoli die Pizza erfunden wurde und der Mozzarella noch dazu; auch die Pasta hat mit Gragnano so etwas wie ihre Heimatstadt. Getrunken hab ich die Capri-Sonne übrigens am liebsten in Form des hier überall erhältlichen frisch gepressten Zitronensafts mit Eis. Besser bekannt als Granita al Limone.
Der Berg der Sonne. Unterwegs auf dem Monte Solaro
Nach dem Frühstück brechen wir zum Sonnenberg auf, dem Monte Solare, die höchste Erhebung auf Capri. 98% nehmen laut Peter Amann, dem Autor unseres Reiseführers, dort hinauf den Sessellift. Entsprechend einsam sind wir auf den Bergpfaden unterwegs. Oben herrscht dann großer Rummel, weshalb wir zügig weiterziehen. Dem Grad entlang mit wieder spektakulären Ausblicken – die hunderte Meter hohen Klippen hinunter und hinüber nach Ischia. Mehr als diese nächste sicher auch wunderschöne Insel ruft uns allerdings für die Fortsetzung unserer Reise die Costiera Amalfitana. Schließlich wartet dort der sagenumwobene Sentiero degli Dei, der „Pfad der Götter“…

Sonne, also Kraft, Wärme, Licht und Helligkeit, ins Herz und ins Leben zu bringen, ist unsere Arbeit als CORDAT HERZENSBILDUNG. Am 9. Juni freuen wir uns auf Dich zu unserem nächsten Tagesretreat. – Ein ganzes Sonnenkraftwerk mit 6 Modulen ist unsere TOOLBOX ACHTSAMKEIT, einer Weiterbildung für Führungskräfte, Coaches, Trainer, Berater sowie Menschen in sozialen, pädagogischen, therapeutischen, pflegenden und anderen Berufen. Am 27./28. September starten wir mit Modul 1 in einen neuen Durchgang. Bis 30. Juni 2024 zum Frühbucherpreis!


danke für diesen KuliLiterarischen Leckerbissen :)Hans Hastreiter…Blätterberg 20 A…93437 Furth im Wald…mob
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